Dr.in Anja Appel ist seit 1. November 2011
die neue Generalsekretärin der Katholischen Frauenbewegung Österreichs
(kfbö).
„Die Frauenbewegung ist ein wichtiger Teil der Kirche und der
Gesellschaft“, sagt die neue kfbö-Generalsekretärin Dr.in
Anja Appel. Sie tritt ihr Amt an mit dem Ziel, die Katholische Frauenbewegung
in ihrer Position weiter zu stärken: „Eine kirchliche Frauenorganisation
muss ihre Rolle immer wieder neu definieren und behaupten.“
Politikwissenschafterin mit Schwerpunkt Entwicklungspolitik
Dr.in Anja Appel ist keine Unbekannte in der Katholischen Frauenbewegung:
Seit 2007 war sie kfbö-Referentin für Entwicklungspolitik. In
dieser Position war sie mitverantwortlich für die Aktion Familienfasttag.
Außerdem koordinierte sie die Projektarbeit für Asien, vertrat
die kfbö in Gremien und Netzwerken und beteiligte sich maßgeblich
am internen Strategieentwicklungsprozess. „Strategieentwicklung
bei NGOs in der Entwicklungszusammenarbeit“ war auch ihr Dissertationsthema
an der Universität Münster im Fach Politikwissenschaft.
Katholische Frauenbewegung als zivilgesellschaftliche Kraft
Die gesellschaftspolitischen Themen der Frauenbewegung interessieren
Dr.in Anja Appel aufgrund ihres wissenschaftlichen Hintergrunds besonders:
die Verteilung von Arbeit und Einkommen, Frauen in Europa, Bildungspolitik
sowie das zivilgesellschaftliche Potential einer Frauenorganisation. „Mich
interessiert, wie kirchliche Organisationen oder Pfarrgemeinden die Gesellschaft
mitgestalten können“, betont die engagierte 36-Jährige.
„Und welche Rolle die kfbö dabei einnimmt.“
„Wien ist mein Zuhause“
Dr.in Anja Appel wurde in Koblenz geboren, studierte in Münster und
lebt seit 2003 in Wien. Dass sie über ihr damaliges Forschungsstipendium
hinaus in Österreich bleiben würde, war nicht geplant. „Inzwischen
ist Wien aber mein Zuhause“, so die neue kfbö-Generalsekretärin.
Pressereferat kfbö, November 2011 |
| Für die Ausweitung des Weiheamtes spricht
sich die Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung Österreichs
Margit Hauft aus
Papst Benedikt XVI. feiert am 29. Juni 2011 sein Diamantenes Priesterjubiläum.
Die Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung Österreichs (kfbö),
Margit Hauft, gratuliert Papst Benedikt zum 60. Jahrestag seiner Priesterweihe
und nimmt das Hochfest der Apostel Petrus und Paulus am 29. Juni als traditionsreichen
Tag für Priesterweihen zum Anlass, für eine Ausweitung des Weiheamtes
in der römisch-katholischen Kirche einzutreten. Rund um „Peter
und Paul“ werden heuer in Österreich mehr als 30 Männer
zu Priestern geweiht. „Gott beruft Männer und Frauen in den
besonderen Dienst an der Gemeinschaft,“ ist Hauft überzeugt.
Frauen wirken ihrer Berufung gemäß in der Pfarrseelsorge, Betriebsseelsorge,
Krankenhausseelsorge und an vielen anderen Orten. Gerade Krankenhausseelsorgerinnen
müssen immer wieder kranke Menschen vertrösten, statt ihrer
Aufgabe als Seelsorgerin entsprechend handeln zu können. Dazu gehört
auch die Spendung von Sakramenten, wenn sich Menschen danach sehnen. „Die
Kirchenleitung sollte den Dienst der Frauen in der Seelsorge anerkennen
und durch die Weihe stärken,“ so kfbö-Vorsitzende Hauft.
Weihe nicht als Selbstzweck
Der heilige Paulus selbst erwähnte in seinem Brief an die Römer
eine Frau namens Phöbe, die er als „Diakonos“ bezeichnete
- mit einem Begriff, der Mitverantwortung in der Gemeindeleitung voraussetzte.
Paulus verwendete das Wort „Diakonos“ auch für sich selbst.
„Nicht Herren sind wir über euren Glauben, sondern Diener eurer
Freude,“ zitiert Margit Hauft ein weiteres Pauluswort, das ihr für
die Seelsorge wichtig ist. „Die Katholische Frauenbewegung setzt
sich dafür ein, dass die Kirchenleitung die Arbeit der Frauen in
der Seelsorge ernst nimmt und durch die Diakoninnenweihe mit den dafür
nötigen Kompetenzen ausstattet.“ Kardinal Christoph Schönborn
sieht das Weiheamt in seinem jüngsten Buch „Die Freude, Priester
zu sein“ nicht als Ziel, sondern es diene dem Ziel. In diesem Sinne
streben Seelsorgerinnen das Weiheamt nicht „für sich selbst“
an, sondern „für alle“ (Zitate aus dem Vorwort Papst
Benedikts XVI. zu Kardinal Schönborns Buch)
Vertrauen in die Zukunft
Die Katholische Frauenbewegung nimmt die Erklärung Papst Johannes
Pauls II. aus dem Jahr 1994, „dass die Kirche keinerlei Vollmacht
hat, Frauen die Priesterweihe zu spenden, und dass sich alle Gläubigen
der Kirche endgültig an diese Entscheidung zu halten haben“,
zur Kenntnis. „Es wäre nicht die erste endgültige Entscheidung
der Kirchengeschichte, die durch den Lauf der Jahre revidiert würde“,
merkt Margit Hauft an. „Wir sind vom Wirken Gottes in der Kirche
überzeugt. Die Katholische Frauenbewegung setzt sich für die
gerechte Teilhabe der Frauen am Leben der Kirche ein. Dass berufene Seelsorgerinnen
zu Diakoninnen geweiht werden können, ist ein wichtiger Schritt dorthin.“
20. Juni 2011
Monika Slouk, Pressereferentin der kfbö |
Die Katholische Frauenbewegung Österreichs
(kfbö) bereitet die Aktion Familienfasttag 2011 vor.
Seit über 50 Jahren organisiert die Katholische Frauenbewegung die
Aktion Familienfasttag. Unter dem Slogan „teilen macht stark“
bitten zahlreiche ehrenamtliche tätige Frauen um Spenden, mit denen
die kfbö Frauenprojekte in Asien und Lateinamerika fördert.
In Selbsthilfegruppen stärken Frauen einander den Rücken, um
aus eigener Kraft ihre Probleme zu meistern und die Lebenssituation ihrer
Familie nachhaltig zu verbessern. So ist die Aktion Familienfasttag auch
ein starkes Zeichen der Solidarität mit benachteiligten Frauen, das
gerade in Zeiten massiver Budgetkürzungen für die österreichische
Entwicklungszusammenarbeit umso wichtiger ist!
So laufen die Vorbereitungen dazu auf Hochtouren. Informationsmaterial,
Plakate, Unterlagen zur begleitenden Bildungsarbeit und Anregungen für
die Gestaltung von Gottesdiensten werden nun an die katholischen Pfarren
und alle Interessierten in Österreich verschickt oder können
in den diözesanen kfb-Büros bzw. auf www.teilen.at bestellt
werden.
Mag.a Dr.in Katharina Wegan
Öffentlichkeitsarbeit und Spendenservice
Katholische Frauenbewegung Österreichs
Referat für Entwicklungspolitik - Aktion Familienfasttag
|